Die Systemaufstellung für Management-Kontexte neu formatiert


Anfang dieses Jahrzehntes haben die Berater Claude Rosselet und Georg Senoner sowie die Großgruppenspezialistin und Beraterin Henriette K. Lingg nach vielfältiger Aus- und Fortbildung bei  verschiedenen Lehrern der Systemischen Arbeit und insbesondere der systemischen Aufstellungsarbeit (Matthias Varga von Kibéd, Insa Sparrer, Gunthard Weber, Fritz Simon, Siegfried Essen, Guni L. Baxa u.a.) begonnen, im Rahmen von Workshops und Grossgruppenveranstaltungen Systemaufstellungen einzusetzen. In der Folge hat sich daraus sukzessive ein neues Anwendungsformat der Systemaufstellung entwickelt:

                                   Die Management-Constellations

Dabei werden die von einer Fragestellung direkt betroffenen Führungskräfte bzw. Mitarbeitenden in einer Aufstellung als Repräsentanten miteinbezogen. Ein weiteres Merkmal der Management-Constellations ist, dass primär nicht auf Beziehungsdynamiken zwischen einzelnen Mitglieder einer Organisation, sondern auf spezifische Managementfragen fokussiert wird: Validierung von strategischen Optionen, Simulation von organisatorischen Veränderungen, Verbesserung der Beziehungen zu einzelnen Anspruchsgruppen usw.
Zur Anwendung gelangen dabei unterschiedliche Formen der Systemaufstellung: Die Organisationsaufstellung, verschiedene SyStR-Aufstellungen und die Autopoietische Aufstellung.
Der entscheidende Punkt jedoch ist, dass die Management-Constellations immer in einen grösseren Prozess eingebettet werden. Die Kombination der Systemaufstellung mit anderen systemischen Verfahren wie das "Group-Field" und den "Dialog" eröffnet den Zugang zum impliziten Wissen ("tacit knowledge") von Organisationen. So werden grundlegende Ordnungsaspekte und ihre Wirkungsweise unmittelbar erfahrbar. Damit gelingt es den miteinbezogenen Personen von Führungs- und Projektteams - gerade in komplexen Situationen - nachhaltig wirksame Lösungen zu erarbeiten und zu implementieren.