Rubrik: Systemaufstellung , Innovation
Von: HKL
Durch Shop Floor-Aufstellungen die Produktentwicklungszeit um 80 % reduziert
Michael Wingenfeld Diplom-Ingenieur für Automatisierungstechnik ist einer dieser innovativen Vorreiter. Als Interimsmanager, mit der Spezialisierung Entwicklung von Maschinen und Servicegeschäft, ist er immer wieder für technologisch führende Maschinenbauer tätig. Er setzt Simulationen, wie er seine Art der Systemaufstellungen nennt, als Methode zur Begleitung von Entwicklungs-, Konstruktions- und Serviceprozessen ein.
Ein eindrückliches Beispiel zeigt, wie er bei der Neukonstruktion einer Maschine die Perspektive der Servicetechniker integrierte. Konstrukteure und Servicetechniker – zwei Welten. Dazu kommt noch, dass das Wissen der Servicefachleute nicht explizit ist. Es ist gesammeltes Erfahrungswissen, eine direkte Übersetzung in den Konstruktionsprozess ist nur schwer möglich.
Im Rahmen dieses Produktentwicklungsprozesses arbeitete Wingenfeld z. B. mit acht begleitenden Simulationen, eine davon war der Frage Wartungsfreiheit gewidmet. Die Servicetechniker zeigten einen neuen Blickwinkel auf: Die Kunden, insbesondere die direkten Bediener der Maschine möchten regelmäßig betreut werden, um ihre Fragen und Probleme loszuwerden. Ein Aspekt, der normalerweise nicht auf dem Radar der Konstrukteure liegt. In der Umsetzung dieser Erkenntnis verfolgten die Konstrukteure weiterhin das Ziel die Maschine robust und langlebig zu konstruieren, parallel dazu erarbeitete Wingenfeld mit der Serviceabteilung ein neues Kunden-Service-Konzept, welches heute einen markanten Anteil zum Gesamtumsatz beiträgt.
Wingenfeld ist es gelungen in seiner Tätigkeit für diesen Hersteller durch seine Art der Steuerung und Begleitung den Produktentwicklungsprozess von 3,5 Jahren auf 9 Monate zu verkürzen – bei gleich bleibenden Kapazitäten ist dies eine Verkürzung von fast 80 %.
